Roadtrip zum Gardasee

Hi, ich bin Adrienne, 40 Jahre alt, und war noch nie campen, geschweige denn mit einem Campervan unterwegs! So oder so ähnlich fingen in letzter Zeit viele meiner Instagram-Videos an. Doch nun habe ich es endlich gewagt und diesen Umstand geändert. Oder nein, vielmehr haben WIR es gewagt. Unsere kleine Gruppe bestand aus meiner Freundin Michi (39), der Zwergdackeldame Alma (3) und mir selbst. Gemeinsam waren wir mit dem Etrusco CV 640 PB mehr als eine Woche in Italien unterwegs.

Vorab ein Spoiler: Es verlief nicht alles unbedingt nach Plan. Aber heute wissen wir, was wir besser machen können und definitiv auch tun würden.

Eine unvergessliche Reise zum Gardasee

Doch zunächst mussten wir überhaupt in Italien ankommen, also brauchten wir unseren fahrbaren Untersatz. Freitagmittag machten wir uns auf den Weg und nahmen den Etrusco CV 640 PB stolz entgegen. Natürlich ließen wir uns in dem Zuge den Campervan auch in aller Ausführlichkeit erklären. Und ich war direkt verliebt in das, was ich sah! Was für ein schnittiges Gefährt. Es war nicht zu lang, nicht zu breit und bot alle Annehmlichkeiten einer kleinen Wohnung. Im Inneren befanden sich ein wirklich stattliches Bett, ein Kühlschrank mit Gefrierfach, ein kleines, aber sehr feines Badezimmer samt WC. Dazu genügend Stauraum für all unsere Sachen, ein ausklappbarer Tisch, eine Kochnische mit Spüle. Für all unsere elektronischen Geräte waren im Fahrzeug auch noch genügend Steckdosen verbaut, und last but not least erwarteten uns im vorderen Bereich zwei wahnsinnig große und unglaublich bequeme Sitze für Fahrer und Beifahrer.

Für unseren Trip standen uns insgesamt 500 km bevor, und die gute Michi ist diese komplett allein durchgefahren. Während der Fahrt malten wir uns übrigens schon aus, wie wir in Italien, fernab von all der Hektik, freistehend irgendwo die erste Nacht, dass Freistehen in Italien gar nicht erlaubt ist!

Michi war also nun gezwungen, das Gaspedal ordentlich durchzutreten (so weit es erlaubt war ...), damit wir vor der Schließzeit des Campingplatzes noch ankommen würden. Eigentlich hätten wir spätestens um 22 Uhr dort sein müssen, doch mit leichtem Stress im Gepäck gelang es uns, bereits gegen 21:30 Uhr im La Quercia einzutreffen.

Unser erstes Campingerlebnis

Aus mir unerfindlichen Gründen erregten wir scheinbar etwas Aufsehen. Lag es vielleicht daran, dass wir nahezu zur Nachtruhe eintrudelten? Oder daran, dass wir zwei Mädels samt bellender Dackeldame waren, die mit einem, vor allem für den Stellplatz, sehr großen Gefährt die Ruhe etwas störten? Doch allen Bedenken zum Trotz half man uns beim Einparken, und die umliegenden Camper fuhren ihre Autos beiseite, damit Michi den Campervan, trotz der zwei exzellent im Weg stehenden Bäume, sicher an seinen Platz manövrieren konnte. Zeitgleich konnte ich mir netterweise eine Gießkanne ausleihen, um unser Frischwasser aufzufüllen, und dann konnten wir in Ruhe essen, bevor es um 23:00 Uhr endlich „Licht aus“ für uns bedeutete. Es folgte eine sehr kurze Nacht, die in den großen Betten aber für einen angenehmen und erholsamen Schlaf ausreichte. Wir schliefen wie die sprichwörtlichen Steine, und ja, ich war happy. Schon kurz nach unserer Ankunft auf Stellplatz 2428 stellten wir eines fest: Camper unterstützen sich gegenseitig!

Die erste Nacht

  • Keine Panik bei später Ankunft - nicht immer klappt alles nach Plan!
  • Stellpplatz realistisch einschätzen - Lieber einmal mehr aussteigen, checken und dann in Ruhe einparken
  • Frischwasser nicht vergessen

Am nächsten Morgen kümmerten wir uns um den Stellplatz für die nächsten paar Tage, und dann konnte der Urlaub endlich beginnen. Die folgenden vier Tage verbrachten wir nicht nur damit, anzukommen, sondern auch das Campingleben kennenzulernen. Wettertechnisch hatten wir Glück und freundeten uns obendrein noch mit einem großartigen Rentnerpärchen an. Die beiden hießen Heiner und Geli, und mit ihnen verbrachten wir ein paar sehr schöne Momente. Zusammen entdeckten wir das Umland und erlebten etwas Sightseeing, saßen zusammen beim Kaffee oder fuhren mit ihrem Pick-Up einkaufen, damit wir nicht immer den Campervan aus seinem „natürlichen Carport“ bugsieren mussten. Ansonsten lebten wir das entschleunigte Leben eines Campers, und dennoch vergingen die Tage wie im Flug. Wir genossen Kaffee bei Sonnenschein, das Zubereiten von landestypischen Speisen wie Spaghetti Bolognese, die fleißigen Sporteinheiten (wir waren im nicht so gut temperierten Schwimmbad und dem sehr gut ausgestatteten Gym) oder einen der zahlreichen Spaziergänge. Vor allem für die werte Dackeldame Alma war es der perfekte Trip. Überglücklich beschäftigte sie in dem einen Moment alle Nachbarn mit ihrem Ball, bevor sie sie kurz darauf alle wieder wild anbellte, nur um dann dieses Spiel wieder von vorn zu beginnen.

Hervorzuheben und lobend zu erwähnen sei auch die glutenfreie Quattro Formaggi, die ich in Lazise gegessen habe. Das war die mit Abstand beste, die ich in meiner kleinen Camperinnenwelt bisher hatte. Wie ihr lesen könnt, waren es ein paar entspannte Tage. Doch dann kam das, was in jedem Camperurlaub irgendwann bevorsteht: Leute verabschieden sich. In unserem Fall bedeutete dies, Abschied von Heiner und Geli zu nehmen, für die es wieder nach Hause ging, und Abschied von unserem Stellplatz, denn wir mussten wechseln.

Tipps für den ersten Campertrip

  • Falls ihr irgendetwas vergessen solltet: Ihr könnt alles eigentlich überall nachkaufen!
  • Brettspiele sind ein hervorragender Zeitvertreib für regnerische Tage
  • Einen Grill würden wir in Zukunft einpacken
  • Uns fehlte tatsächlich die romantische Lichterkette
  • Haben wir bei allen gesehen: so eine Art Teppich für den Outdoor-Bereich. Eignet sich auch für schlammige Böden sehr gut oder falls ihr es einfach etwas gemütlicher haben wollt
  • Für alle Basics gibt es tatsächlich online Packlisten. Einfach googeln.

Vom Regen überrascht

Camping bei Regen ist jedoch noch einmal anders schön. Zunächst schläft man noch einmal viel besser, und man lernt seinen Campingpartner noch viel besser kennen. Denn dank Alma mussten Michi und ich lernen, mit all dem Schlamm umzugehen, den die Dackeldame immer in den Camper trug. Ja, Regen und Camping sind in Kombination mit einem Hund definitiv aufregend. Schlussendlich waren Michi und ich aber ein eingespieltes Team im Putzen, und in mir keimte immer mehr das Gefühl auf, dass ich einen Handstaubsauger hätte mitnehmen sollen. Da ich permanent am Fegen war, wäre dieser Gold wert gewesen.

Bedingt durch den Regen wurden die Aktivitäten weniger, und leider folgte auch kein Wetterumschwung mehr. Der erhoffte Sonnenschein blieb aus. Unter echten Campern sagt man, dass man bei Regen weiterreisen soll. Natürlich wagten wir uns das nicht. Immerhin hatten wir schon einen ersten großen Schritt gemacht und waren überhaupt auf Reisen gegangen. Man muss nicht gleich alles beim ersten Mal erleben.

Good to know

Das Ende unserer Reise

Vor dem Kurztrip nach Hause mussten wir noch ein paar notwendige Tätigkeiten durchführen, die ein echter Camper halt erledigen muss. Dazu gehörte unter anderem: erst einmal die Markise einfahren, das WC ausleeren (was deutlich einfacher und hygienischer war, als man vermuten würde).

Oh, und natürlich muss man am Ende ja auch noch zahlen. Das alles funktionierte unglaublich unkompliziert, und zwei Minuten vor Beginn der Mittagspause rollten wir vom Campingplatz aus in Richtung Allgäu. Es lagen schmale sieben Stunden Fahrt vor uns, und als wir gegen 20:00 Uhr im Allgäu ankamen, begrüßte uns schon die Dunkelheit. Jetzt galt es, die Packstücke aus dem Campervan wieder in das Auto zu verfrachten und die letzte Nacht zu begehen. Mit erstaunlicher Geschwindigkeit hatten wir das Umpacken erledigt und saßen bereits um 21:15 Uhr wieder an dem Tisch, in unserem ETRUSCO 640 PB und genossen unser Abendessen.

Was wir uns ganz am Anfang vorgenommen hatten, wurde nun das Motto der letzten Nacht: endlich freistehen! Ehrlicherweise haben wir beide kein Auge zugetan. Freistehen ist nach dem sicheren Hafen „La Quercia“ noch einmal eine ganz andere Challenge. Größter Unterschied zum Campingplatz: Es gibt für den Camper keinen Strom aus Steckdosen, alles andere aber funktionierte wie gewohnt.

Gnadenlos riss uns der Wecker bereits um 04:00 Uhr morgens aus dem Halbschlaf, und wir schwangen uns auf, um das Fahrzeug noch einmal zu reinigen und dann „Goodbye“ zu sagen. Am Ende waren wir wehmütig und zugleich angefixt. Doch wie nach jeder guten Reise merkten wir daheim aber auch, dass wir doch froh waren, wieder in unserer eigenen kleinen Welt schlafen zu können.

Entdecke Etrusco Momente

Dein Fiat Campervan bringt das Zuhausegefühl einfach mit.